Der Weltuntergang und die MedienDas Jahr 2012 begonnen... es herrscht Weltuntergangsstimmung und natürlich springen auch die Medien auf diesen Zug auf. Die eine Seite schürt die Angst der Menschen immer weiter durch Artikel mit Überschriften wie "2012 ist alles vorbei" (Berliner Zeitung) oder "Weltuntergang oder Besuch aus dem All " (Badische Zeitung). Die andere Seite fordert auf das Leben in vollen Zügen zu genießen getreu dem Motto : Jeder Tag könnte der Letzte sein. Der Radiosender StarFM beispielsweise wirbt damit eine/n "Auserwählte/n" plus Begleitung zum "Event des Jahres" nach Mexiko zu schicken, um dann live, von der Spitze der Maya Tempelanlage, vom Weltuntergang zu berichten. Zeit Online stellt ihren Autoren die Frage wohin sie unbedingt noch einmal resien wollen bevor am 21.12.2012 die Welt untergeht und der Red Bulletin Verlag stellt in seinem, extra dem Weltuntergang gewidmeten, Magazin die Frage "Was würde geschehen, wenn die Menschheit wüsste, dass sie nur noch ein Jahr zu leben hätte?" (mehr dazu in einem gesonderten Beitrag). Auch von der Marke Axe gibt es nun eine "Final Edition" zu kaufen. Der dazugehörige TV-Spot, in welchem ein junger Mann (Noah) eine Arche baut, sich dann mit Axe einsprüht und damit eine ganze Schar Frauen anzieht, setzt auf den Humor des Menschen. Auf der Homepage gibt es einen Countdownzähler und man kann dort seinen "letzten Wunsch" eintragen oder vielmehr zusammenbasteln (mehr dazu in einem gesonderten Beitrag). Natürlich darf in diesem Beitrag auch nicht die Filmindustrie fehlen, denn auch diese spielt gerne mit der Angst der Menschen. Neben dem Film "2012" (im Übrigen von Roland Emmerich produziert, welcher auch schon die beiden Weltuntergangsszenarien "Independence Day" und "The Day After Tomorrow" produziert hat) gibt es zahlreiche Dokumentationen, welche sich um die Weltuntergangsprophezeiung 2012 drehen. Dazu gehören unter anderem "2012 - Die Prophezeiungen der Maya. Reise zum Anfang der Neuen Zeit" (Amra Verlag/ Gregg Braden) und "(R)Evolution 2012. Die Menschheit vor einem Evolutionssprung" (Alive AG/ Dieter Broers). Alles in allem muss jeder für sich selbst entscheiden, ob das Ganze nur ein totaler Medienhype ist oder ob man sich vielleicht doch schon auf den Weltuntergang vorbreiten sollte. Kommentar eines Ungläubigen
zur Massenhysterie anlässlich des Datums 2012
Wenn Kalendergläubigkeit zur Massenhysterie ausartet, so wie bei der Jahrtausendwende und jetzt wieder anlässlich 2012, dann haben wir da ein Problem, meint Wolf Schneider, der Herausgeber der Zeitschrift connection Spirit, der diesem Thema in seiner Februarausgabe gerade die Titelstory gewidmet hat. Viele Kulturen haben Endzeiterwartungen. Wissenschaftlich heißen diese »Eschatologien«, die »Lehren von den letzten Dingen«. Insbesondere die drei westlichen Monotheismen haben solche Vorstellungen, darunter am ausgeprägtesten das Christentum. Aber auch die prächristlichen nordischen Kulturen hatten solche Vorstellungen, in Mittelamerika die Maya, Tolteken und Azteken sowie weltweit viele Stammeskulturen. Was dabei häufig vorkommt, ist der Mythos einer glücklichen Urzeit (Paradies) und einer glücklichen Endzeit (Paradies, Himmel), vor der jedoch eine große Katastrophe steht. Weil wir Menschen offenbar so denken und fühlen, gehört es seit langem zu den Regeln der Drehbuchschreiber unserer Filme (nicht nur aus Hollywood), vor dem Happy End eine große Katastrophe einzubauen, bei der nochmal alles auf die Spitze getrieben wird und alles auseinander zu fallen droht. Da müssen der Held oder die Heldin sich bewähren und über sich selbst hinauswachsen. Dies ist der Höhepunkt des Dramas, der oft als Kampf gegen Gut und Böse inszeniert wird. Vielleicht sind unsere politischen und religiösen Dramen nur Inszenierungen in der Außenwelt, gesteuert und motiviert von dieser dramatischen Disposition des Menschen. Grundproblematik 2012
Seit einigen Jahren - insbesondere seit dem Jahr 2000 - ist die Zahl 2012 bzw. das Datum 21. Dezember 2012 Grundlage zahlreicher Spekulationen und Diskussionen geworden. Als feststand, das die Welt im Jahr 2000 doch nicht unterging, wurde von Prophezeiungsgläubigen und Verschwörungstheoretikern eine neue Zielline in den Sand gezeichnet: der 21. Dezember 2012.
Neben zahlreichen unbelegten Ideen und Annahmen gibt es auch viele wissenschaftliche Untersuchungen, die deutlich machen, das am oder um 21. Dezember 2012 ein unbestimmt gearteter Wechsel stattfindet, wie immer dieser auch aussehen mag. Weltuntergang oder Bewusstseinssprung, Fakten oder Fiktionen? Was passiert am 21. Dezember 2012?
Doch was bedeutet das eigentlich? Die Spekulationen lassen sich in zwei grundsätzliche Kategorien einteilen: Der Bereich „Umwelt“ befasst sich mit Natur-Erscheinungen, mit denen wir in den nächsten Jahren rechnen können. Die Gefahren auf der Erde sind in einem Essay zusammengefasst, solche, die im Weltall auf uns warten (wie Asteroiden oder Sonnenstürme) sind differenziert erläutert.
Alle hier verwendeten Begriffe und Fremdworte sind im Hauptmenü unter „Lexikon“ kurz erläutert, sodass sie bei Bedarf nachgesehen werden können. Auf unserem Youtube-Channel entsteht zudem ein stetig wachsendes Archiv mit Videos zu den behandelten Themen, die in Playlists unseren entsprechenden Bereichen zugeordnet sind. Der Maya-KalenderAußer den Maya besaß keine mesoamerikanische Kultur ein so ausgeprägtes Kalendersystem wie dieses. |


